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TEST IP-Telefon Snom D735 7-8/2019

Kategorie: Aktuelle Ausgabe

Telefonieren auf hohem Niveau

Nicht nur die Verbindung gibt den Ausschlag für gelungene Telefonate, auch die Endgeräte tragen dazu bei und bieten darüber hinaus einigen Komfort. Das IP-Telefon D735 von Snom hat ein Farbdisplay, 32 programmierbare Tasten und interessante Funktionen wie einen eingebauten Näherungssensor. Ob damit das Leben des Anwenders tatsächlich einfacher wird, wollte FACTS im Test herausfinden.

 

Durch Voice-over-IP (VoIP) wird Telefonieren viel flexibler, da nur ein Internetzugang – auch per WLAN – und nicht wie bei ISDN eine physische Telefonleitung notwendig ist. Die Sprachqualität ist zumeist weitaus besser. Für Unternehmen liegt ein besonderer Vorteil darin, dass sich mehr Gespräche über einen Anschluss führen lassen. Für die Internettelefonie gibt es spezielle IP-Telefone wie das D735 von Snom, das jetzt den FACTS-Test durchlaufen hat. 

Das Installieren und Einbinden von IP-Telefonen ist generell recht einfach, da enttäuschte auch das D735 nicht. Es lässt sich sowohl auf dem Schreibtisch als auch hängend an der Wand positionieren. Nachdem man das Netzwerkkabel angeschlossen hat, provisioniert sich das Telefon automatisch. Ein separater Stromanschluss ist nicht notwendig, der Strom kommt über das Netzwerk (Power over Ethernet). Das Telefon zeigte anschließend die IP-Adresse an, mit der man nun weitere Konfigurationen vornehmen und es gegebenenfalls an eine Telefonanlage anschließen kann. Die gesamte Einrichtung und Installation dauerten keine fünf Minuten.

ERGONOMISCH UND KOMFORTABEL

Einen ersten guten Eindruck macht das D735 im Design. Optisch wirkt es hochwertig, modern und elegant. Der ergonomisch geformte Hörer, der aneiner klassischen Telefonschnur angeschlossen ist, liegt gut in der Hand – auch nach langen Gesprächen noch. Für Vieltelefonierer ist natürlich auch das Anschließen von Headsets möglich. Im Test bereitete das sowohl über USB als auch über die kabellose Anschlussmöglichkeit per Electronic Hook Switch (EHS) keine Probleme. Per USB kann auch noch anderes Zubehör wie zum Beispiel WiFi-Sticks angeschlossen werden.

 

Tabelle

Bild4BEWEGUNGSSENSOR: Wenn sich eine Hand dem Telefon nähert, verändert sich das Display: Die wichtigsten Funktionen werden besser sicht- und lesbar.

 

Mit dem D735 lassen sich bis zu zwölf verschiedene SIP (Session Initiaton Protocol)-Konten einrichten. Somit können bis zu zwölf separate Rufnummern auf diesem Endgerät genutzt und verwaltet werden. Diese und alle weiteren Einstellungen lassen sich über das nutzerfreundliche Web-interface konfigurieren. Die FACTS-Tester machten sich sofort daran, die Funktionstasten einzurichten. Von den acht physischen Tasten auf vier digitalen Seiten, also insgesamt 32 programmierbaren, sind vier schon mit Standardfunktionen belegt. Die restlichen können mit einer Direktwahl, einer Leitung, einer Durchsage, einer Sprachaufnahme und vielem mehr programmiert werden. Weiterhin lassen sich im Webinterface Klingeltöne und neue Hintergrundbilder einstellen, eine Kurzwahltabelle anlegen oder das Telefonbuch verwalten. Neben manuellen Einträgen ist auch das Hinzufügen großer Datensätze aus einer CSV-Datei möglich.

Ein neues Feature ist die Sensorerkennung. Wenn man sich mit der Hand dem Telefon nähert, werden die Felder neben den Funktionstasten größer, statt Kürzeln werden vollständige Namen beziehungs-weise die komplette Funktionsbeschreibung angezeigt. Weil keiner damit gerechnet hatte, erschreckte es die FACTS-Tester beim ersten Mal ein wenig, doch sofort erwies sich die Funktion als praktisch. Der Sensor reagiert akkurat und der Wechsel der Anzeige findet ohne Verzögerung statt.

HOHE GESPRÄCHSQUALITÄT

Die Audio- und Gesprächsqualität bewerteten die Testredakteure als sehr gut. Zu Beginn der Umstellung auf IP-Telefonie überwältigte die Mitarbeiter einederart gute Sprachqualität geradezu – genauso überzeugte auch das D735 von Snom. Inzwischen kann sich kein FACTS-Mitarbeiter eine Rückkehr zur reinen Festnetztelefonie mehr vorstellen. Mit den Snom-Telefonen hat man fast schon das Gefühl, direkt neben dem Gesprächspartner zu stehen, auch wenn er sich am anderen Ende der Welt befindet.

Die Bedienung des Telefons erwies sich als sehr benutzerfreundlich. Das hochauflösende 2,7 Zoll große Display ist gestochen scharf. Die Tester fanden allerdings, dass es etwas größer sein dürfte. Die Farbdarstellung ist gut gelungen, eine offensichtliche Verbesserung gegenüber Schwarzweiß-Displays. Anrufe, Kurzwahlen, die Beschreibungen der Smart-Label-Tasten und weitere Funktionen sind übersichtlich dargestellt. Warnhinweise oder Meldungen von verpassten Anrufen werden deutlich, aber nicht störend angezeigt. Für noch mehr Funktionstasten und Bildschirmfläche gibt es das Erweiterungsmodul D7. Bis zu drei dieser Erweiterungsmodule lassen sich mit einem D735 verbinden. Das ist vor allem in größeren Unternehmen praktisch, wenn man auf einen Blick sehen möchte, wer gerade erreichbar ist. 

Jonah Jeschonneck

 

FAZIT

Das D735 ist ein erstklassiges Geschäftstelefon mit hochwertiger Optik, das sich für den Einsatz in jeglicher Büroumgebung sowie Arztpraxen, Callcentern und anderen Geschäftsbereichen eignet. Das simple Einrichten und Einbinden in bestehende Systeme, die anwenderfreundliche Bedienung sowie die hohe Gesprächsqualität ermöglichen eine gelungene Kommunikation. Neben den vielen anderen Features und den zwölf SIP-Konten überzeugte auch der zu Beginn erst ungewohnte Näherungssensor die FACTS-Redaktion.

 

Produkt: D735
Beschreibung: IP-Telefon
Hersteller: Snom
UVP: 167 Euro exkl. MwSt.

Kontakt: www.snom.com

 

 

 

Beurteilung

Sehrgut FACT 7 2019

Sprachqualität: 6/6
Bedienung: 6/6
Installation/Integration in bestehendes Telekommunikationssystem: 6/6
Preis/Leistung: 6/6

Gesamtergebnis: sehr gut

 

 


 Fotos: shutterstock, Silke Cremer

 
 
 

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