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IN EIGENER SACHE 7_8/2019

Kategorie: Aktuelle Ausgabe
IN EIGENER SACHE  7_8/2019

Unserer Zukunft zuliebe

Umweltschutz als Hobby-Thema für einige Fanatiker: Das war gestern. Heute weiß jeder, dass stets knappere Ressourcen bei zunehmender Weltbevölkerung Politik und Wirtschaft vor noch nie da gewesene Herausforderungen stellen.

So wächst der Druck auf Unternehmen, nachhaltig zu handeln – die Kunden erwarten es, der Gesetzgeber verpflichtet sie dazu. Sogar Investoren machen ihre Entscheidung, ihr Geld in eine Firma anzulegen, immer öfter von deren Ökobilanz abhängig.

Denn die Lage ist ernst. Bereits 2005 verlangte das UN-Klimasekretariat in seinem Bericht, die Politik müsse endlich global an einem Strang ziehen, um die Emission von Treibhausgasen radikal zu senken, bevor die Schäden irreversibel sind. Doch die wiederholten Mahnungen der Experten allein hätten die Wirtschaft nicht unbedingt dazu bewegen können, sich mit dem Thema Ökologie auseinanderzusetzen. Vielmehr haben die in regelmäßigen Abständen stattfindenden Naturkatastrophen den Umweltschutz in die öffentliche Diskussion gebracht, wo er mittlerweile mit der damit verbundenen Energiefrage einen zentralen Platz eingenommen hat. Umfragen fanden heraus, dass für circa 85 Prozent der EU-Bürger Umweltfragen genauso wichtig wie soziale oder ökonomische Themen sind. Wobei gerade diese sozialen und ökonomischen Aspekte die Umweltfrage stark prägen. So sollte es kein Zufall sein, dass die Zunahme der ökologischen Probleme zeitgleich mit der globalen wirtschaftlichen Expansion stattfindet. Wohl gemerkt: Dabei nimmt die „ökologische Ungerechtigkeit“ ebenfalls zu. Denn manche Regionen haben große Fortschritte in Sachen Umwelt gemacht, indem sie einfach ihre Fertigung mit all den Folgen in andere Gegenden ausgelagert haben.

Graziella Mimic


 

 

 

 

GRAZIELLA MIMIC, 
Chefredakteurin

 

 

 


Jedenfalls gibt es nun ein öffentliches Bewusstsein für Umweltthemen. Vor diesem Hintergrund ist FACTS in dieser Ausgabe der Frage nachgegangen, wie sich digitale Technologien, die immer komplexer werden und stets mehr Rechenleistung erfordern, auf unsere Umwelt auswirken. Eine Bestandsaufnahme der aktuellen Lage sowie der Standpunkt und die Vorschläge der Politik zu dieser Problematik lesen Sie in der Titelstory ab Seite 50.

Was mittelständische Unternehmen angeht, sind sie zunehmend bedacht, sich für die Umwelt zu engagieren. So genießen Energieeinsparungen und die Vermeidung von umweltbelastenden Verfahren bei Entwicklungsprozessen und Investitionsentscheidungen bei vielen eine hohe Priorität – Tendenz steigend. In den Fertigungsanlagen werden zum größten Teil schadstoffgeprüfte und umweltgerechte Materialien verwendet, die sich später dem Recyclingprozess zuführen lassen.

Dieses Bestreben von immer mehr Firmen, nachhaltig zu agieren, kann FACTS übrigens im Rahmen seiner vielfältigen Berichterstattung und insbesondere bei der Durchführung von Produkttests immer wieder feststellen. Doch überzeugen Sie sich selbst …

Herzlichst
Graziella Mimic

  

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Foto: shutterstock, Elmar Wolff

 

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